Berlin 8. April 2008
Unbekannte haben am Morgen ein Kleinbus in der Spandauer Bergstrasse angezündet. Der Tatverdacht fällt erneut auf Mitglieder der linken Szene.
Quelle: Tagesspiegel
Dieser Blog dokumentiert direkte Aktionen in Deutschland in deutscher und englischer Sprache. This blog documents direct actions from Germany in german language and english language.
Berlin 8. April 2008
Unbekannte haben am Morgen ein Kleinbus in der Spandauer Bergstrasse angezündet. Der Tatverdacht fällt erneut auf Mitglieder der linken Szene.
Quelle: Tagesspiegel
Hannover 7. Apri1 2008
Erklärung:
"Manch eineR wird sich wundern, wenn jetzt im öden hannoverschen Umland der Privatbesitz einer harmlosen Firma in Flammen aufgeht.
Nun Privatbesitz ist unsere Sache nicht. Und harmlos dürfen HAKO/Multicar nur diejenigen demagogischen Hirngespinsten Glauben schenken, Bundeswehr in zig Ländern wären humanitäre Auslandsbesuche im Geiste von Frieden und Menschenrechten.
Da sind wir auch schon mittendrin, z.B. in Afghanistan, wo die Bundeswehr in wenigen Wochen einen norwegischen Kanpfverband der „Quick Reaction Fomes“ im Norden des Landes ersetzen. Ebenfalls in Afghanistan im Einsatz sind die sogenannten „Mungos“, militärische Kleintranzporter für den taktischen Kampfeinsatz. Und schon sind wir wieder im öden hannoverschen Umland und bei der Firma HAKO/Multicar angelangt, die seit 2004 in Kooperation mit der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann diese „Mungos“ baut.
Harmlos? Auch ein kleiner Profiteur ist ein gemeiner Profiteur, ließe sich kalauern, wenn das nicht zynisch wäre. Leider gibt es aber viel zu viele kleine und große Profiteure des Kriegs. Und in der BRD hat das Geschäft mit dem Tod nicht nur eine blutige Tradition, sondern auch in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil am Bruttoinlandsprodukt wie auch am Außenhandelsüberschuß. Der Umbau der Bundeswehr zu einer modernen „Armee im internationalen Einsatz“ als überzeugendes Argument bei der „Sicherung deutscher Interessen“ läßt die Kassen der Rüstungsindustrie klingeln. Die neuen „asymmetrischen“ Kriege erfordern neue und modernisierte Waffen. Nicht weniger lukrativ sind die Bestellungen der NATO Partner und die Exporte von Waffen in die ganze Welt. Diese Waffenexporte sind die Voraussetzung für regionale Kriege und Bürgerkriege und liefern dadurch gleich noch die Begründungen für militärische EU-, NATO- oder UN-Interventionen gegen unliebsame Regime.
HERRschaft für alle Menschen. Deshalb finden wir es richtig und mehr als notwendig, mit einer großen Bandbreite an Mitteln und auf allen Ebenen der linksradikalen Kritik und Praxis die Themen Krieg und Militarismus aufzugreifen. Die Ausgangspunkte eines radikalen Antimilitarismus sind sehr unterschiedlich. Kritik am Hegemoniebestreben des wiedervereinigten Deutschland vor dem Hintergrund zweier Weltkriege, die durch deutsche Großmachtallüren angezettelt wurden: der Versuch, den Zusammenhang von globalen Krieg und globalen Kapitalismus sichtbar zu machen; die antikapitalistische Analyse der verheerenden Folgen der zunehmenden gesellschaftlichen Militarisierung; der unmittelbare Zusammenhang zwischen Krieg und weltweiter Migration,…
An welchen Ausgangspunkten wir auch ansetzen, eine umfassende Vorstellung von Befreiung lässt sich nur denken, wenn der permanente Kriegszustand mitgedacht wird. Durch Krieg und den Einsatz militärischer Gewalt wird der Charakter des kapitalistischen Systems und seiner Folgen am deutlichsten sichtbar.
Vor dem Hintergrund von Krieg und militärischer Gewalt ist aber auch die Diskussion um die Mittel des Widerstands für uns schnell beendet. Selbstorganisierte Abrüstung durch feurige Sachbeschädigung ist eine adäquate Form des Ungehorsams. Unsere Aktion ist also ein kleiner Beitrag zum vielfältigen Widerstand gegen die deutsche Kriegspolitik und ein feuriger Gruß an die Genossen in Berlin, die auf ihren Prozess wegen eines versuchten Brandanschlag auf Bundeswehr LKW in Brandenburg warten. Unsere Aktion ist auch ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen des § 129 Verfahrens wegen Brandanschläge auf Rüstungsfirmen und Bundeswehrfahrzeuge zwischen 2002 und 2006. In diesem Verfahren werden u. a. auch Brandanschläge auf HAKO/Multicar in Bad Oldesloe und Brandenburg aus dem Jahr 2004 kriminalisiert.
Rüstungsproduktion ist aktive Kriegsunterstützung!
Abrüstung von unten ist machbar!
Solidarität mit den kriminalisierten Antimilitaristen!
auch Hierzulande Abrüstung Konstruktiv Organisieren (HAKO)"
Quelle: Interim
Berlin 3. April 2008
Wie die Polizei mitteilte, wurde der hochwertige Pkw in der Eckertstrasse von unbekannten in Brand gesteckt. Durch den Brand entstand an dem Auto hoher Sachschaden.
Quelle: Tagesspiegel
Berlin 22. März 2008
In der Nacht zu Karfreitag wurden wieder 3 Autos angezündet, zwei in Kreuzberg und eines in Pankow. Weil die Polizei die Täter in der Links-autonomen Szene vermutet, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz.
Quelle: Polizei Berlin
Berlin 18 März 2008
In Berlin gab es im Zusammenhang mit dem Kampftag für revolutionäre Gefangene mindestens zwei militante Aktionen von klandestinen Gruppierungen.
Der 18. März, der von der Internationalen Roten Hilfe (IHR) in den 20er Jahren des 20 Jh. eingeführte Tag für die revolutionären Gefangenen wurde in Berlin auf unterschiedliche und gleichzeitig sich ergänzende Art und Weise begangenen. Neben dem gut besuchten Kongress im Stadthaus Böcklerpark am 18.3. gab es bereits in den Tagen zuvor militante Aktionen. Diese Aktionen bezogen sich auf den 18. März und thematisierten u.a. den (derzeit ausgesetzten) Todesfastenwiderstand in der Türkei bzw. die Verhaftungswelle in Italien gegen vermeintliche AktivistInnen aus kommunistischen Gruppierungen (BR/PCC u.a.).
In der Nacht zum 16. März 07 erfolgte ein Brand- und Farbanschlag auf ein Bürokomplex in Berlin-Mitte, indem sich u.a. die italienische Handelskammer und der türkische Unternehmer- und Industriellenverband (TÜSIAD) befinden. Dabei wurde der Eingangsbereich durch die Brandwirkung stark beschädigt, Farbeier an die Fassade geworfen und Parolen gesprüht, die den Zusammenahng zu Gefangenen in der Türkei und Italien darlegen. Zu dieser Aktion hat sich in einem "mg-express" die militante gruppe (mg) bekannt.
In den frühren Morgenstunden des 18. März kam es zu einem weiteren Brandanschlag auf Fahrzeuge einer Reanault-Niederlassung in Berlin-Tempelhof. Dabei brannten 5 Transporter, 5 weitere Fahrzeuge wurden z.T. stark beschädigt. Zudem zersprangen aufgrund der Hitzewirkung Scheiben des Niederlassungsgebäudes. Diese Aktion steht vermutlich im Kontext der z.T. seit 20 Jahren einsitzenden Gefangenen aus der Action Direkte (AD). Zu dieser Aktion gibt es bislang, soweit ich weiß, kein eindeutiges Bekenntnis, das einer bestimmten klandestinen Gruppe zugeordnet werden kann. In der Berliner Presse wurde auch hier spekuliert, dass die mg dahinter stecken könnte.
Freiheit für alle revolutionären Gefangenen weltweit!
Die Internationale Rote Hilfe aufbauen!
Für einen starken 18. März 2008!
Quelle: indymedia
Heute kam es in Berin-Mitte zu einem Angriff von rund 50 schwarz-gekleideten Personen auf den Naziladen "Tönsberg" und den Gefangenenshop "Häftling".
Etwa gegen 19.20Uhr tauchten die Vermummten in der Rosa-Luxemburg-Straße auf und attackierten den Laden massiv mit Steinen und Farbe.Die etwa eine Minute dauernde Aktion richtete sich ebenfalls gegen den Laden "Häftling",der Kleidung im Rude-Stil verkauft, die zu schlechtesten Bedingungen von Gefangenen der JVA Berlin-Tegel hergestellt werden.
Der heutige Angriff war der bisher größte seiner Art und es bleibt zu hoffen, dass es nicht der letzte war.
Thor Steinar stoppen!
Tönsberg dichtmachen!
Nazistrukturen zerschlagen!
KEINE GESCHÄFTE MIT NAZIS!
Quelle: Indymedia
Berlin 8. März 2008
Erklärung:
"Die Nacht des 8.3. haben wir genutzt um unser Unwohlsein gegenüber dieser Gesellschaft der Kontrolle zu zeigen. Ein Auto des Security Unternehmens „Group4“ in der Gabelsbergerstrasse, Berlin F`hain bekam deshalb eine Gewegplatte in die Scheiben.
No controll!"
Quelle: Interim
Berlin 7. März 2008
Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag gegen 1.20 Uhr an der Solmstrasse in Kreuzberg einen Pkw in Brand gesetzt. Das Auto wurde durch die Flammen beschädigt. Die Polizei schließt einen politischen Hintergrund nicht aus. Der Staatsschutz ermittelt.
Quelle: Berliner Morgenpost
Berlin 5. März 2008
Erklärung:
"Wir haben in der Nacht von 5.3. auf den 6.3. das Amtsgericht Lichtenberg mit Farbflaschen verschönert. Um diese Verschönerung zu erklären, hinterließen wir die Parole „Freiheit für Andrea und Christian“. Dies war unser Beitrag zu dem Aktionstag im Rahmen der „Freiheit für Andrea!“-Demo am 9.3.
Wir wünschen den Gefangenen viel Glück"
Berlin 28. Februar 2008
Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Mittwoch versucht, zwei Polizeiwagen in Brand zu setzen. Ein Beamter entdeckte die Brandsätze bevor das Feuer auf die Einsatzwagen übergriff, und löschte diese.
Quelle: Berliner Morgenpost
Berlin 21. Februar 2007
Auf einem Parplatz in der Kiefholzstrasse in Treptow ist es am gestrigen Morgen zu einem Brandanschlag gekommen. Der besitzer des Autos ist ein bekannter Aktivist der Berliner Nazi-szene, weshalb die Polizei die Täter im links-autonomen Spektrum vermutet.
Quelle: Berliner Zeitung
Berlin 20. Februar 2008
Erneut flogen in der Nacht zu Montag Steine und Farbflaschen auf den Nazi-Laden „Tonsberg“.Dabei wurde eine Schaufensterscheibe zertrümmert und die Fassade mit Farbe beschmiert.
Quelle: Junge Welt
Berlin 17. Februar 2008
Erklärung:
"in der nacht vom 17.2. auf den 18.2 haben wir bei 5 funktionären
archibal felsch, vogesenstr.12
franz senftleben saselweg 12b
helmut dörlitz wexstr.26
gunter schlemer trommelstr. 27
manfred beyer bachstr. 101
oswald dannenberg windloh 8
der faschistischen dvu unseren widerstand gegen deren umtriebe zum ausdruck gebracht.
die dvu ist die extreme ausprägung des rassistischen grundkonsens und law+order mentalität mit ihrer anti-moschee-kampgne knüpfen dvu+npd direkt an die von den etablierten parteien geschürten ressentiment an.
welche die rassistischen Ausfälle der dvu+npd nutzen um ihre sicherheits- und ordnungspolitik weiter zu verschärfen (kasanierung von flüchtlingen in lagern, knast für jugendliche).
dvu+npd sind durch ihre extreme propaganda stichwortgeber ür zahlreiche überfälle. Nachdem sich dvu+npd im „deutschlandpakt“ sich gegenseitig unterstützen droht der einzug der dvu in diverse bezirksparlamente.
Dem braunen mob offensiv entgegentreten!
Verhindert den naziumzug am 1. mai in barmbeck
no nation / no border / fight the system"
Quelle: Interim
Berlin 7. Februar 2008
In der Nacht zum 7.2 wurde der Laden „Tonsberg“ in der Rosa-Luxemburgstrasse von unbekannten mit Farbbeutel beworfen. Der Laden verkauft Hauptsächlich die von Nazis betriebene Marke Thor Steiner, und wurde erst Anfang Februar eröffnet.
Quelle: Polizei Berlin
München 3. Februar 2008
Erklärung:
"In der Nacht vom 3.2.08 haben wir die Karl v. Gravenre in Franz Fanon Str. umbenannt : Damit ersetzen wir den Namen eines kolonialistischen Mörders durch den Namen eines Theoretikers der Befreiung.
Kar1 von Gravenreuth war ab 1878 Leutnant der bayerischen Armee. Zwischen 1885 und 1888 arbeitete er für die “Deutsch-Ostafrikanische Gesellschafft im heutigen Tansania und fungierte dort zeitweise als stellvertretender Reichskommissar für das deutsche Kolonialregime. .
Die extrem Brutale Ausbeutung durch die Deutsch-Ostafrikanisch Gesellschaft führte zu Aufständen verschiedener Bevölkerungsgruppen. Bei der Niederschlagung der Aufstände durch die Wissmanntruppe waren öffentliche Hinrichtungen und die Zerstörung ganzer Ortschaften an der Tagesordnung. Gravenreuth war als Chef der Wissmanntruppe massgeblich daran beteiligt. Danach baute er in Kamerun, zu dieser Zeit ebenfalls deutsche Kolonie eine paramilitärische Söldnertruppe auf. Dafür kaufte er Sklaven. Mit dieser Truppe brach er zu einer weiteren brutalen „Expedition“ auf.
Zusätzlich haben wir das Haus des CSU-Stadtrats-Politikers Hans Podiuk mit roter Farbe verschönert, Podiuk hatte eine autonome Umbenennung der Von-Trotha-Str. 2006 als Terrorismus bezeichnet (Interim 63).
Die gleichen, die dafür eintreten deutsche Kolonialverbrecher als Helden zu verklären, sind es, die heute mit rassistischen Kampagnen gegen jugendliche MigrantInnen, Neonaziparteien wie Pro München & BIA Steilvorlagen für den Wahlkampf liefern.
Pro München machte Postwurfsendungen gegen die. Straßenumbenennung. Die BIA sprang auf Josef Schmids Kampagne für die Abschiebung jugendliche „StraftäterInnen“ auf und erlangte ebenfalls weit mehr Unterschriften als zur Zulassung für die Kommunalwahl nötig sind.
Ein radikales Eintreten gegen die Glorifizierung der Kolonialgeschichte impliziert heute auch eine aktive Intervention gegen den neuen. Imperialismus der NATO: Deshalb beben wir auch Parole „SIKO angreifen“ hinterlassen.
Podiuk halts Maul!
Gemeinsam gegen Krieg & Rassismus:!
Autonome in Bewegung"
Dieser Blog will jenseits des Vermittlungstheaters der Massenmedien auf deutsch und englisch über jede direkte Aktion berichten, von der in der BRD zu hören oder zu lesen ist. Er will eine offene Datenbank zur Verfügung stellen, Ressource sein für alle konfrontativen direkten Aktionen gegen Staat und Kapital, gegen alle seine Vertreter und Vertreterinnen.
Überflüssig zu sagen, dass wir die Aktionen derjenigen dokumentieren wollen, die im andauernden sozialen Krieg beginnen zu handeln, die aktiv dafür kämpfen, die kapitalistischen Beziehungen zu überwinden, um zu einer Welt zu kommen, die befreit ist von Ausbeutung, Geschlechterrollenscheiß, Religion, Klassen und Nationen (und dem ganzen Rest, na klar). Was heißt, dass sich Nazis, ob autonom oder nicht, religiöse Freaks und ähnliche Nerds augenblicklich von hier verpissen sollten!
Wir wollen die Verbreitung von Neuigkeiten über solche Aktionen in der BRD und sonstwo in der Welt verbessern: allzu oft stellen wir einen riesigen Mangel an Wissen dieser Art fest, überall und innerhalb der gesetzten Grenzen der BRD. Wir denken, dass es wichtig ist, die Verbreitung solcher Nachrichten zu forcieren, um Leute zu inspirieren und zu zeigen, dass Widerstand vielfältig, auf unterschiedlichen Ebenen weit verbreitet und notwendig ist. Das ist hier nicht anders als im Rest der Welt. In Zeiten, in denen das Internet zentral geworden ist und oftmals andere Informationsquellen ersetzt, z.B. die selbst herausgebrachte Zeitung (weitaus spannender als das Netz...), haben wir uns entschieden, dieses Medium zu nutzen, um ein größeres Publikum zu erreichen. Die Grenzen dieses tech-no-logischen Mittels sind uns klar.
Dieser Blog ist unabhängig von jeder Gruppe oder Person, deren Aktionen hier veröffentlicht wird, und umgekehrt. Um eine Übersetzung, einen Hinweis, link, usw. beizutragen könnt ihr hier Kontakt zu uns aufnehmen:
directactionde(at)riseup.net